Die PPÖ fordern die Regierung zum Handeln auf

Klimaschutz geht uns alle an! Das zeigt auch die große Teilnahme an den aktuellen weltweiten Klimastreiks. Die Spitzen der PPÖ haben in einem offenen Brief an die Bundesregierung ihre Meinung zur Klimapolitik kundgetan und ihren Forderungen an die Politik Ausdruck verliehen.

 

Hier geht's zum offenen Brief auf der Website der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs.

 


 

Offener Brief zum Klimaschutz

 

Wien, 14.3.2019

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrte Ministerinnen und Minister,

es ist Zeit! Zeit, nicht nur über Klimapolitik zu reden, sondern endlich aktiv etwas zu tun.

 

Schneechaos, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände – das sind nur einige der katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels. Menschen verlieren ihr Zuhause, ihre Existenz, sie hungern und sterben sogar. Wir steuern nicht auf eine Klimakrise zu – wir sind mittendrin. Es ist Zeit zu handeln!

Wie man dieser Krise entgegenwirken kann, ist hinlänglich bekannt: Abkommen wurden unterzeichnet, Programme erarbeitet und Maßnahmenkataloge vorgestellt. Die Bevölkerung ist sensibilisiert. Nun heißt es: „Tue Gutes und rede (nicht nur) darüber.“

Die Zukunft liegt in unser aller Hand

Wir, die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs, fordern deutlich mehr Engagement der Regierung im Kampf gegen den Klimawandel. Vorgaben sollen umgesetzt und Krisen gelöst werden. Keine Ausreden mehr! Keine Hintertürchen! Keine leeren Versprechungen! Kein Relativieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen!

Aus diesem Grund unterstützen wir auch die Ziele der Initiative „FridaysForFuture Austria“. Inspiriert von der jungen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg kämpft die Bewegung dafür, dem Thema Klimagerechtigkeit noch mehr Gehör zu verschaffen und Politikerinnen und Politiker in die Verantwortung zu nehmen.

Auch wir fordern Sie, die österreichische Bundesregierung, hiermit auf, beispiellose Maßnahmen der Umweltpolitik im Einklang mit dem Pariser Abkommen, sowie den UNO-Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) schnell, transparent und weitreichend umzusetzen.

Nur so können wir unsere Umwelt besser machen - für die Kinder und Jugendlichen der Gegenwart und vor allem die der Zukunft. 

Auch die PPÖ leisten ihren Beitrag

Der Gründer der PfadfinderInnen, Sir Robert Baden-Powell, sagte einst: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt“. In diesem Sinne leben wir in dem Bewusstsein, dass es auch an jeder einzelnen Person liegt, etwas zu verändern. Getreu einem unserer pädagogischen Schwerpunkte „Einfaches und naturverbundenes Leben“ bestärken wir deshalb unsere Mitglieder darin, sich bewusst für die Umwelt einzusetzen. Durch nachhaltiges Handeln eine gute Zukunft für alle zu ermöglichen, das ist für uns Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein zentraler Antrieb.
Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, und leisten unseren Beitrag in unserem Tun. Darüber hinaus setzen wir uns im Rahmen unseres Visionsprozesses mit den Fragen einer nachhaltigen Zukunft auseinander, und wollen künftig Vorreiter für ökologisches und soziales Handeln sein.

So forcieren wir Zugreisen und Fahrgemeinschaften. Das Projekt „Umweltdenker 2019“ zeichnet besonders kreative Projekte von PfadfinderInnengruppen bei der Reduzierung von Plastikmüll aus. Im Zuge unserer Vision 2028 arbeitet eine eigene Projektgruppe daran, uns zu mutigen Schritten in allen Facetten des Themas „Nachhaltigkeit“ herauszufordern. Außerdem entwickeln wir gemeinsam mit anderen Kinder- und Jugendorganisationen ein Umweltlabel. Dieses Instrumentarium dient dazu, nachhaltiges Engagement in unseren Vereinen zu fördern und sichtbar zu machen.

 

Wir leisten unseren Beitrag – jetzt sind Sie dran!


Dominik Habsburg-Lothringen, Präsident der PPÖ

Lisa Prior, Vizepräsidentin

Stefan Mühlbachler, Vizepräsident

Katrin Mayer, Bundesbeauftragte für Ausbildung

Stefan Magerl, Bundesbeauftragter für Ausbildung

Barbara Stobl, Jugendrat - Leiterin

Julius Tacha, Jugendrat - Leiter

Sarah Ahwad, Bundesbeauftragte für Internationales

Marco Medjimorec, Bundesbeauftragter für Internationales